In Ketten lebt es sich am Besten
In Ketten gepackt, so es sich doch am Besten. Schuldlos, die Zeit verschwenden, immer wieder was-wäre-wenn Gedanken, tausend große Pläne schmieden. Schuldlos, auf die Jahre in Ketten zurückblicken, zufrieden, dass man nichts dafür kann. Freisein ist anstrengend, strukturlos, ohne Wegweiser umherlaufen, mit Schuld behaftet, dass man seine großen Pläne durch die Luft fliegen lässt, ohne nach den Sternen zu greifen, obwohl sie doch als freier Mensch so viel besser zu erreichen sind, als in Ketten. In Ketten zu leben ist leicht. Schuldlos würden wir nicht einmal davonlaufen, wenn sie durchbrochen würden. Denn wer frei ist, ist verantwortlich. Wer frei ist, hat Hände, um mit Steinen zu werfen. Wer frei ist, kann aufstehen und seinen Kopf hinhalten. Ja, lieber Ketten. Dann schläft es sich besser.
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