Atrophy

Veröffentlicht in Gedanken von mrsbutter am Januar 12, 2012

Es ist schwer, in Parallelwelten zu leben, aber machbar. Ab morgen wird alles besser. Noch besser. Es klingt so, als wär ich unglücklich. Aber ich bin überglücklich!

Aber auch traurig, verletzt und enttäuscht. Ab morgen, ab morgen, ab morgen.

 

Ja, ich weiß. Schon gepostet, aber immer noch gut!

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weinen

Veröffentlicht in Gedanken von mrsbutter am Januar 4, 2012

Ich hab oft von allem möglichen geschrieben, von Selbstzweifeln, von Mauern und vom im Kreis laufen. Zum Beispiel. Und ich muss sagen, es hat sich nie viel geändert. Vielleicht ist es aber gar nicht so schlimm im Kreis zu laufen, wenn man erstmal sieht, welchen Weg man geht. Vielleicht ist es gut, seine Fehler zu verstehen, nicht mal einzusehen, nur zu erkennen. Nicht mal als Fehler zu erkennen, sondern eher als Verhalten. Was ich wohl suche, fraglich. Wahrscheinlich eine Art und Weise mit mir selbst umzugehen. Wenn ich glücklich sein will, muss ich traurig sein können. Und davor hab ich so eine unendliche Angst. Ich hab so eine Angst vor mir selbst. Davor, einzusehen, dass ich tieftraurig bin. Aber vielleicht muss ich es in Kauf nehmen. Stundenlang weinen, vielleicht ein paar Tage, vielleicht auch einen Monat lang mit einer grauen Regenwolke über meinem Kopf. Aber danach endlich frei sein. Frei von der Angst, schuldig zu sein vor mir und vor anderen. Frei von dem Gedanken ein Feigling zu sein. Ich weiß, dass wenn ich dich lieben will, ich aufhören muss, Angst vor dem Glück zu haben. Ich muss keine Angst davor haben, in Tränen auszubrechen, wenn ich mich frei fühle. Wahrscheinlich sollte ich die Zeit nutzen und weinen, sodass keine Tränen mehr da sind, wenn du wieder hier bist. Es könnte Überschwemmungen geben, aber das nehm’ ich in Kauf. Ich sollte mir eingestehen, wer ich bin und wie ich bin. Und zwar schwach. Nicht nur schwach, aber auch. Manchmal. Und davor habe ich Angst. Und das muss ich nun tun. Mich befreien. Von der Unwahrheit. Es ist Zeit einzugestehen, dass ich traurig bin. Dass ich immer noch 8 Jahre alt bin, 9, vielleicht 10. Dass ich seitdem immer noch nicht geweint habe. Dass ich es langsam tun sollte. Es ist Zeit, Zeit um zu weinen.

 

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In Ketten lebt es sich am Besten

Veröffentlicht in der Kulturteil, Gedanken von mrsbutter am Dezember 6, 2011

In Ketten gepackt, so es sich doch am Besten.  Schuldlos, die Zeit verschwenden, immer wieder was-wäre-wenn Gedanken, tausend große Pläne schmieden. Schuldlos, auf die Jahre in Ketten zurückblicken, zufrieden, dass man nichts dafür kann. Freisein ist anstrengend,  strukturlos,  ohne Wegweiser umherlaufen, mit Schuld behaftet, dass man seine großen Pläne durch die Luft fliegen lässt, ohne nach den Sternen zu greifen, obwohl sie doch als freier Mensch so viel besser zu erreichen sind, als in Ketten. In Ketten zu leben ist leicht. Schuldlos würden wir nicht einmal davonlaufen, wenn sie durchbrochen würden. Denn wer frei ist, ist verantwortlich. Wer frei ist, hat Hände, um mit Steinen zu werfen. Wer frei ist, kann aufstehen und seinen Kopf hinhalten. Ja, lieber Ketten. Dann schläft es sich besser.

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Kalenderjahr

Veröffentlicht in der Kulturteil, fotografie - photographie, Gedanken von mrsbutter am Dezember 6, 2011

(c) mrsbutter

Lachen

Veröffentlicht in der Kulturteil, Gedanken, Weltreise. von mrsbutter am Dezember 5, 2011

Das größte Problem ist eigentlich das Denken. Mill hat gesagt, der Mensch wäre lieber unzufrieden, als ein zufriedengestelltes Schwein. Ja, er hat recht. Die Literatur, die Musik, all’ diese höheren Künste wären verloren, unerreichbar, wenn ich den Intellekt eines Schweines hätte. Aber alles hat seinen Preis. Mein Kopf hämmert.Irgendwas hämmert gegen meinen Schädel. Ich rede und rede, um bloß nicht zu denken. Mein größter Wunsch ist Gedankenverlorenheit. Mein größter Wunsch ist Tanzen, ohne zu denken. Sehen, ohne zu urteilen. Beobachten, ohne zu entscheiden. Ich will einfach nur denken, ohne zu denken. Ich will Freiheit in mir selbst, ich will das mein Kopf nicht mehr flackert, meine Augen nicht mehr drücken, ich will, dass Gedanken frei sind, ohne wie ein Bumerang zurückzuschlagen, wenn sie zu weit hinausflogen. Ich will ein Kind sein, aber ein fremdes. Ich will nicht so viel denken, wie ich als Kind gedacht hab. Als wär mein erstes Wort nur ein Gedanke gewesen. Als wäre ich immer nur ein Gedanke gewesen. Immer wieder wird gedacht und die Angst vor dem Ich-Wort vergeht in dieser Ansammlung von selbstmitleidigen Wünschen. Wer will das schon? Ich will das schon. Ich will. Freiheit. Wenn die Seele gegen den Körper hämmert, wütend und atemlos, raus will und frei sein will, und gleichzeitig die einzige logische Konsequenz wäre, sich unter der Decke zu verkriechen, dann fühl ich mich hoffnungslos. Hoffnungslos und selbstmitleidig. Ich suhle mich in meinem Schmerz und blühe auf in meinem Selbsthass, verderbe mich damit selbst von innen und es entsteht nichts weiter als ein schwarzes Loch, dass nicht nur aufsaugt, nein, es ist geschickter – es saugt langsam alles auf und auf dem Weg zu sich lässt es mein Inneres brennen und modern, schmerzen und reißen. Das einzige, was ich mir wünsche, ist nichts weiter, als einmal zu schlafen, ohne dabei nicht zu schlafen. Einmal zu atmen, ohne zu denken, dass ich atme. Einfach mal lastenlos sein und im Spiegel keinen Vorwurf sehen, sondern mich; nicht dabei, wie ich meinem Verstand ein Lächeln vortäusche, sondern mich, lachend.

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Mut

Veröffentlicht in der Kulturteil, Uncategorized von mrsbutter am Juli 17, 2011

Und wieder.

Und wieder kämpfe ich gegen meinen eigenen Teufel. Gegen meinen „Verwirrer“. Haha, wie lustig, dieses Nichts. Dieses. Nichts.

Ich bin stark, ich bin stark, ich bin stark, ich bleib stark, ich schwanke.

Schwanken ist nicht, ein weiterer Tag in der Hölle meiner Selbst, meiner Gedanken, meines Lebens, des Nichts.

Loswerden, los.

-werden.

Kein klarer Gedanke, alles wirr. Ich denke, das beste ist, jetzt nichts zu tun.

Nicht anrufen und nachfragen, denn das gibt Geschrei und das gibt Tränen und das saugt mich aus.

Stark bleiben und einfach mal nicht nachfragen. Daran glauben, dass sie zu egoistisch ist, um jetzt zu sterben. Zu egoistisch. Nein, sie wird jetzt nicht sterben. Sie wird bleiben, sogar wenn sie stirbt, wird sie ewig da sein, in diesem Leben, in meiner ganz persönlichen Hölle wird sie einen Ehrenplatz bekommen.

Es ist nicht normal. Das ist nicht normal. So sollte es nicht sein, denke daran, bleib stark, denke daran.

Was wenn sie stirbt..was wenn ich sterbe? WAS WENN ICH STERBE? Du hast mich vergessen, immer und immer wieder. Tu nicht so, als wär mein Leben dein Leben. Der Sinn deiner Existenz, der Grund um zu Atmen, zu Arbeiten, zu Kämpfen. Welcher Kampf denn überhaupt? Du gibst dich doch immer und immer wieder dir selbst hin, dem Alkohol, dem Fernseher, Ihm, dem Alkohol, dem Selbstmitleid.

Welcher Kampf also,von wechem Kampf spreche ich? Den, den es nie gab?

Den, den es nie gab.

Hört zu. Wenn ich euch jetzt sage, dass ich unglaublich gerne Feigen esse, wieso solltet ihr zweifeln, hm? Wieso sollte da jemand lügen, ist doch nur ‘ne Feige. Ihr würdet nicht um einen Beleg bitten, ihr würdet es einfach glauben, ist ja nur ‘ne Feige.

Und wenn man sagt, Tag ein, Tag aus, immer und immer wieder, man wäre das Opfer; wer fragt da noch nach? Wer stutzt, und vorallem: wer guckt hin? Wer guckt hin?

Ich hasse Feigen übrigens. Und du bist nicht das Opfer, du hast mehr Macht, als du dir eingestehen willst. Tu nicht so, nicht schon wieder. Ich rede wirres, wirres Zeug. Ich will nicht mehr verrückt werden. Ich will mir nicht sagen, ich soll das Maul halten. Manchmal, da denk ich, mich gibt’s zwei Mal. Dann wenn ich mich hasse, glaub ich. Schließlich muss mich ja jemand hassen, also gibt’s mich dann zwei Mal. Dann bin ich ein Monster. Und dieses Monster werde ich töten, wenn ich von dir gehe. Ich werde weiter Angst haben vor der Dunkelheit, aber die Dunkelheit brennt nicht so heiß wie die Hölle. Ich werde es schon schaffen. Ich werde dich vergessen so gut ich kann, ich kann grad nicht. Ich werde durchhalten, es schaffen, ich werde nicht mehr Opfer sein, im Glauben, du wärst meines. Ich werde hier rauskommen. Irgendwie. Doch ich werde. Bald kann ich, bald darf ich, bald werd ich.

Nicht mal das Schreiben macht mir Mut ..-

hamhur II

Veröffentlicht in der Kulturteil, fotografie - photographie, Gedanken, Weltreise. von mrsbutter am Juli 14, 2011



Wer hat Lust auf eine kleine Foto-Session?
Ja, ich habe in letzter Zeit viel fotografiert, dafür wenig geschrieben. Ich hoffe ich habe meinen Wortschatz nicht in den Abgrund meines Unterbewusstseins verdrängt, ich hoffe ich kann noch schreiben, was ich denke, zumindestens ein bisschen. Ich habe dieses Jahr schon zwei mal Bodo Wartke gesehen und möchte ihn jedem empfehlen, der Geschmack hat. Ich war auf dem Hurricane und ich war in Hamburg. Das kann man sehen:



(c) mrsbutter

hamhur

Veröffentlicht in der Kulturteil, fotografie - photographie, Musik, Weltreise. von mrsbutter am Juli 1, 2011

Warpaint – Billie Holiday

(c)mrsbutter

noch gibt es mich.

Veröffentlicht in Gedanken von mrsbutter am April 26, 2011

LUFTHOLEN!

OH GOTT/NIETZSCHE/DARWIN/SATAN VERSAMMTE SCHEIßE!

Okay. Alles fing damit an, dass ich nachdenklich wurde, wie es halt so ist, ab und an. Ich habe über vergangenes nachgedacht, natürlich auch über vergangene Freundschaften. Wie das halt so ist, ab und an. Dann habe ich meinem Freund davon erzählt, wie man sowas halt erzählt, ab und an. Und jetzt …ja. Jetzt, also vorhin, eigentlich gestern oder vorgestern habe ich nach jemandem gesucht, dem mal mein Herz gehört hat, Freundschaft für immer, nicht wie bei anderen, die sowas zwar sagen, aber nicht fühlen, sondern gefühlt, anstatt gesprochen. Sie ging kaputt, so wie alles kaputt geht. Und nun finde ich sie also bei Facebook, irgendwie dachte ich, sie wäre gar nicht angemeldet, einfach, irgendwie, na ja. Und da war sie. Und jetzt…ja. Jetzt. Nein ich kann’s nicht aussprechen, nicht einmal ausschreiben. Sonst wird es wahr.

„Mami und Baby“ – welch Ironie..und wie naiv wir waren.

„Schön ist es auf der Welt zu sein“

Veröffentlicht in der Kulturteil, Gedanken von mrsbutter am April 25, 2011

Ich habe lange nichts mehr erzählt. Und während meine Linsen an meiner Iris ziehen und mein Kopf abhebt, weil ich durstig bin und nicht trinke, und nicht trinke und mir schwindelt, lieg ich hier und frage mich, wenn die Welt jetzt schon so ist, wenn das Leben jetzt schon so ist, wenn die Menschen jetzt schon so sind, lohnt es sich dann noch zu kämpfen? Dürfen wir überhaupt noch Kinder in die Welt setzen? Sind wir nicht Verräter, wenn wir von Freiheit sprechen und uns trotzdem um gute Noten bemühen, weil wir wissen, dass wir durch Bildung und Ausbildung das höchste Maß an Freiheit in unserer Gesellschaft erlangen können? „Das beste am ganzen Tag, dass sind die Pausen, – das ist schon immer in der Schule so“ – was für ein Schreckensbild, dass wir immer nur auf den Feierabend zustreben, den wir vor Müdigkeit nicht mehr geniessen können, dass wir auf die Uhr schauen, bis es zur Pause klingelt und ja eigentlich doch nur einen Monat Urlaub im Jahr beantragen kann. Wann lebt man denn da noch? Man arbeitet auf bessere Zeiten hin, für bessere Umstände, für Glück und Wohlstand und dann, wenn man steif und alt ist, erfreut man sich an dem Swimming Pool, den man sich dann gönnen kann. Ach, was ist das schon. Was schreib ich hier doch für einen pathetischen Schwachsinn, beschwere mich über Tatsachen, kämpfe nicht, bin nur, wie alle anderen. Es gibt schlimmeres, was? Natürlich. Zum Beispiel deinen Blick bevor du springen willst, die Verzweiflung, der Selbsthass, aber noch viel mehr: die Entschlossenheit. Die Schreie klingen noch nach, noch hier drin, in einem so zugestellten Raum, dass ein Echo eigentlich unmöglich wäre. Alles dreht sich und nichts ändert sich, so wie immer, wie pathetisch, wie absurd. Dürrenmatt schreibt von der Verantwortung der Physiker, Fukushima passiert heute. Wir bauen Steine auf, um an Millionen ermordete Juden zu erinnern und wir machen Fotos zwischen den Steinen, posieren, strecken den Hintern aus, zeigen unsere Kurven, zwischen den Steinen. Weil es egal ist. Weil nicht ein Toter einen erneuten Mord verhindern kann. Nichts wird sich ändern. Man kann sich nur selbst ändern. Ich muss an Stärke gewinnen, dass weiß ich ich. Ich gebe so viel, dass ich mich selbst aufgebe, aber heute muss ich wieder tanken, auftanken, um wieder geben zu können. Ich nehme, natürlich, auch ich nehme von dir. Aber wir tauschen viel mehr aus, als dass wir geben und nehmen, sodass die absolute Stille manchmal Vorrat schafft, für die schlimmeren Momente. Mein Vorratskeller ist soweit aufgefüllt und nun erwarte ich dich, um wieder tauschen zu können, denn es gibt nichts schöneres, als einander zu teilen. Inzwischen wird aus Durst auch Hunger und ich habe Lust auf den Dip, den ich heute gemacht und längst aufgegessen habe. Ich könnte den ganzen Tag kochen und kochen und den Leuten vor die Augen halten, dass man nicht morden muss, um zu geniessen. Jetzt werde ich ein Brot essen, ein leckeres, hoffen, dass es noch etwas leckeres gibt und es dann essen, daran denken, dass ich morgen wieder arbeiten muss und danke sagen, für eine ganze Woche ohne Arbeit und danke sagen, für die Arbeit die ich habe, ich werde essen und lesen, Goethes Wahlverwandschaften, es fängt schon gut an, das Buch. Ich liebe dich.

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